Beitrag · 4. August 2016
Grüner Veltliner Aufwind
Österreichs wichtigste weiße Rebsorte, gepflanzt in Bad Dürkheim. Warum das keine Spinnerei ist.
Aus Österreich in die Pfalz
Der Grüne Veltliner ist botanisch eine natürliche Kreuzung aus Traminer und St. Georgen und ursprünglich in Österreich beheimatet. Dort ist er mit Abstand die wichtigste weiße Rebsorte: rund 13.000 Hektar, deutlich mehr als ein Viertel der gesamten österreichischen Rebfläche.
In Deutschland ist er dagegen bis heute selten. Thomas Hensel hat sich irgendwann gefragt, warum eigentlich — und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Pfalz sehr gute Bedingungen bietet. Also hat er mehrere Parzellen damit bepflanzt, ausschließlich in den besten Dürkheimer Lagen.
Allein ist er damit nicht: Auch der Pfälzer Kultwinzer Christoph Hammel hat seit Jahren Erfolg mit Veltliner-Weinen.
Erst Höhenflug, dann Aufwind
Sein Debüt gab der Grüne Veltliner bei Hensel in der Toplinie Höhenflug. Der Wein zeigte sich breitschultrig, aber elegant, mit dem typischen „Pfefferl“ — jener feinen weißen Pfeffernote, die die Sorte auszeichnet und die durch den Fassausbau noch deutlicher wird.
Kurz darauf kam der Veltliner auch in die Linie Aufwind. Dort sieht nur ein kleiner Teil Holz, der Rest bleibt im Edelstahl — wie in dieser Linie üblich.
Im Glas
Grüngelb im Glas. In der Nase Birne, Apfel, Aprikose und Grapefruit, dazu weißer Pfeffer, ein Hauch Vanille, weiße Schokolade und Lindenblüte.
Am Gaumen saftig, füllig, feinwürzig und fruchtbetont, mit einem schönen Schmelz, Finesse und Eleganz. Der Nachhall ist sehr lang. 89 Punkte.
Der Grüne Veltliner heute
Der aktuelle Aufwind Grüner Veltliner stammt aus den besten Dürkheimer Lagen und wurde zum Teil im Barrique vergoren und ausgebaut.
Dieser Beitrag stammt aus dem Jahr 2016 und wurde sprachlich überarbeitet; der Shop-Link zeigt auf den aktuellen Jahrgang. Mehr zur Rebsorte steht unter Pfalz-Wissen.